Optimismus verfrueht - Kein Sparen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik

31.08.2010: Jubel ist nicht angebracht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt weiter. Der Anteil der Niedriglohnempfaenger auch. Zwei Millionen Beschaeftigte bringen weniger als sechs Euro/h nach Hause. Elf Milliarden Euro musste der Steuerzahler 2009 aufbringen, um Niedrigloehne aufzustocken, damit Menschen trotz regelmaessiger Arbeit ein existenzsicherndes Auskommen haben.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist fragil. Auch wir freuen uns ueber nur noch 3.188.000 Millionen Arbeitslose und eine im Vergleich zum Vormonat unveraenderte Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent. Im Vergleich zum August 2009 sind 283.000 Menschen mehr in Arbeit. Zu verdanken ist dies jedoch noch immer der soliden Arbeitsmarktpolitik unter Olaf Scholz in der letzten Bundesregierung.

Schwarz-gelb gefaehrdet diese Erfolge durch Sparen am falschen Ende. Die geplanten Einschnitte bei der Bundesanstalt fuer Arbeit duerfen nicht umgesetzt werden. Im Hinblick auf eventuell schwierige arbeitsmarktpolitische Entwicklungen muss die BA handlungs - und wandlungsfaehig bleiben. Gerade die heftig schwankenden Maerkte in China und den USA koennen jederzeit wieder auch auf den deutschen Arbeitsmarkt wirken. Auch die Folgen der Schuldenkrise in Suedeuropa sind fuer Deutschland noch nicht ausgestanden.

In dieser Situation muss die Binnennachfrage gestaerkt werden. Viele Arbeitnehmer in Deutschland haben deutlich genug gezeigt, dass sie durch Kurzarbeit, Einkommenseinbussen und Urlaubsverzicht bereit sind, den Standort Deutschland zu sichern. Wenn Arbeitgeber jetzt das Ende der Krise ausrufen, muessen sie auch bereit sein, die durchaus bescheidenen Lohnforderungen der Gewerkschaften zu akzeptieren.


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Termine

06.02.2012: Sitzungswoche in Berlin [mehr]

07.02.2012: Jour Fix mit Elke Ferner und Hubertus Heil [mehr]

Aktuell

EU-Finanzkrise: Regierung Merkel hat versagt 02.02.2012 | Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten zur Eurokrise und den möglichen Reaktionen der EU. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Ursachen der Krise sind dabei vielfältig. Darauf machte am Dienstag Abend der oberbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel aufmerksam, der auf Einladung von MdB Anette Kramme beim Ortsverein Heinersreuth referierte. Der Abgeordnete ist stellvertretender wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und ein leidenschaftlicher „Europäer“. (Presse) [mehr]

Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus 02.02.2012 | Die Bundestagsabgeordnete Anette Kramme (SPD) ermuntert die Jugendlichen im Wahlkreis Bayreuth, sich am „Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus“ des Bundesjustizministeriums zu beteiligen. Was können Schülerinnen und Schüler in ihrem Freundeskreis, an der Schule oder in ihrer Ortschaft gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Diskriminierung unternehmen? Welche Möglichkeiten gibt es im Internet, sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen? Um Antworten auf solche Fragen zu finden, hat das Bundesjustizministerium nun den „Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus“ ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden die besten Ideen, Konzepte und Aktionen gegen Rechtsextremismus. Anette Kramme hofft, dass sich auch viele Jugendliche aus dem Bayreuther Raum an dem Wettbewerb beteiligen. (Presse) [mehr]

Zum Thema

MdB Kramme: "Vernunft hat gesiegt" - Streit über Jobcenter beigelegt 15.07.2008 | Anlässlich der Entscheidung für eine Grundgesetzänderung als rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen und Kommunen bei der Betreuung Langzeitarbeitsloser erklärt Anette Kramme, MdB: (Presse) [mehr]

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