Einschränkungen für Menschen mit Handicap befürchtet

01.02.2007: Enttäuscht zeigt sich die Bayreuther SPD-Bundestagsabgeordnete Anette Kramme über die Überlegungen der Deutschen Bahn AG den Service-Point am Bayreuther Bahnhof zu schließen.

MdB Kramme hatte sich bereits vor gut einem Jahr an den Konzernbevollmächtigten der Bahn für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, gewandt und den Erhalt des Servicecenters gefordert. Damals sicherte Josel der Abgeordneten noch zu, dass am Bayreuther Bahnhof der vorhandene Service erhalten bleibe. "Der Börsengang scheint heute im Mittelpunkt zu stehen", kommentiert Kramme die Pläne der Bahn.

Gerade für Menschen mit Behinderung oder andere Personen mit Hilfebedarf bedeute die Schließung des Service-Points, dass die Benutzung der Bahn in Bayreuth nur noch erschwert möglich sein werde, argumentiert Kramme in ihrem neuerlichen Schreiben an die Deutsche Bahn AG. Die drei Bahnsteige seien nach wie vor nicht durchgängig barrierefrei erschlossen. "Die notwendige Überquerung der Gleise ist richtigerweise nur in Begleitung von Bahnpersonal gestattet. Daraus ergibt sich eine gravierende Einschränkung für Menschen mit einem Handicap", so die Abgeordnete. Und weiter: "Neben der Überquerung der Gleise sind die Service-Kräfte auch für die Einstiegs- bzw. Ausstiegshilfen für behinderte Menschen zuständig. Die Hubwagen und Rampen können und dürfen aber nur durch Fachpersonal bedient werden."

"Die Sparmaßnahmen der Bahn dürfen nicht auf dem Rücken behinderter und älterer Menschen ausgetragen werden. Das Serviceangebot muss gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen am Bahnhof in Bayreuth ungeschmälert erhalten bleiben", heißt es in Krammes Schreiben.


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