Neue Regelungen zur Leiharbeit sind reine Kosmetik

24.03.2011: Die schwarz-gelbe Bundesregierung verfehlt mit diesem Gesetzentwurf das Ziel, die Missstaende bei der Leiharbeit zu beheben. Der Gesetzentwurf ist reine Kosmetik und ein weiterer Beleg dafuer, wie hilflos Ursula von der Leyen ist, wenn es um die Loesung von Problemen statt der Verkuendung guter Nachrichten geht. Sie verbeisst sich in die Konzernleihe; aber sonst wird rein gar nichts verbessert.

Weder die Substitution von Stammarbeitsplaetzen durch Leiharbeiter noch das in der Praxis gaengige Lohndumping wird damit kuenftig verhindert.

Uns ist es in zaehen Verhandlungen zwar gelungen, einen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche durchzusetzen. Deshalb werden wir heute dem entsprechenden Aenderungsantrag auch zustimmen. Die SPD will einen Mindestlohn fuer die Leiharbeit. Gerade im Hinblick auf die Arbeitnehmerfreizuegikeit ab Mai 2011 ist der Mindeslohn ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Alle uebrigen Missstaende in der Leiharbeit werden jedoch nicht wesentlich verbessert.

Damit brueskiert die Regierung nicht nur die betroffenen Arbeitnehmer, sondern auch unsere Partner in der EU. Nach mehrheitlicher Meinung von Rechtsexperten reicht der Gesetzentwurf nicht aus, um die EU-Richtlinie angemessen umzusetzen.

Die SPD fordert in ihrem Entschliessungsantrag:

Equal Pay ohne Ausnahme

Gleiche Rechte bei der Nutzung von Firmeneinrichtungen

Mehr Mitbestimmung fuer die Betriebsraete

Ein Verbot der Synchronisierung von Arbeitsvertraegen

Eine Befristung von Leiharbeitsplaetzen auf maximal ein Jahr

Nur mit solch einem Massnahmenpaket kann verhindert werden, dass systematisch regulaere Jobs durch Leiharbeit ersetzt werden.


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Termine

21.05.2012: Sitzungswoche in Berlin [mehr]

11.06.2012: Sitzungswoche in Berlin [mehr]

Aktuell

Hilfsdienste können aufatmen 30.04.2012 | Erleichtert reagiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Anette Kramme auf die Pressemitteilung der EU-Kommission, dass Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren nicht in den Anwendungsbereich der geltenden EU-Arbeitszeitrichtlinie fallen und auch nicht geplant ist, die Bestimmungen auf diese Zielgruppe auszuweiten, sondern zunächst das Ergebnis der laufenden Verhandlungen der Sozialpartner abzuwarten. (Presse) [mehr]

Regelsaetze muessen neu ermittelt werden 26.04.2012 | Die gestrige Entscheidung, wonach die Hoehe der Regelbedarfe in der Grundsicherung fuer Arbeitsuchende (und damit auch der Sozialhilfe) zu niedrig ausfaellt, weil die Regelsaetze nach einem fehlerhaften beziehungsweise willkuerlichen Verfahren ermittelt worden sind, bestaetigt die Position der SPD-Bundestagsfraktion. Wir haben bereits fruehzeitig nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes am 9. Februar 2010 eindeutig die Anforderungen an die Ermittlung und Bemessung der Regelbedarfe definiert. (Presse) [mehr]

Zum Thema

MdB Kramme: "Vernunft hat gesiegt" - Streit über Jobcenter beigelegt 15.07.2008 | Anlässlich der Entscheidung für eine Grundgesetzänderung als rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen und Kommunen bei der Betreuung Langzeitarbeitsloser erklärt Anette Kramme, MdB: (Presse) [mehr]

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