Kramme und Rabenstein enttäuscht über Erwin Huber
18.04.2007: Die Bayerische Staatsregierung muss zum Erhalt der Arbeitsplätze bei Rosenthal in Selb und Speichersdorf mehr tun.
Mit Unverständnis reagierten die Bundestagsabgeordnete Anette Kramme und der Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein auf das Antwortschreiben des Bayerischen Wirtschaftsministers Huber. Kramme und Rabenstein hatten Huber aufgefordert, sich als zuständiger Minister für die von Entlassungen bei Rosenthal in Selb und Speichersdorf bedrohten Beschäftigten und die betroffenen Gemeinden intensiv einzusetzen.
"Allein die Zusage, an einer Gesprächsrunde zur Situation bei Rosenthal teilzunehmen, reicht uns bei weitem nicht aus", so Anette Kramme. Für die betroffenen Arbeitnehmer und die gesamte Region würden die Entlassungen schwerwiegende Folgen mit sich bringen.
"Der Bayerische Staat muss mehr Initiative zeigen und nicht nur darauf hinweisen, dass man sich in der Vergangenheit um Unternehmensansiedlungen und arbeitsplatzschaffende Investitionen bemüht habe", fuhr Kramme fort. Huber teilte weiter mit, sofern seitens des Unternehmens Vorschläge für staatliche Unterstützungsmaßnahmen vorgelegt würden, werde die Staatsregierung alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen.
"Herr Huber täte sehr gut daran, selbst Möglichkeiten anzubieten, die der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung stehen. Die Beschäftigten warten darauf, vom Staat beim Kampf um ihre Arbeitsplätze unterstützt zu werden", so der Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein. Den Hinweis Hubers, man habe es geschafft, zusätzliche EU-Fördergebiete in Oberfranken auszuweisen, ließ Rabenstein nicht gelten.
"Diese Fördergebiete bringen die Beschäftigten kurzfristig auch nicht weiter". Nur in einer gemeinsamen Aktion von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften könne es gelingen, die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten, so Kramme und Rabenstein.
Der Landtagsabgeordnete war außerdem sehr enttäuscht, dass ein von ihm in den Landtag eingebrachter Antrag zum Thema Arbeitsplatzabbau bei Rosenthal mit der großen Mehrheit der CSU abgelehnt wurde.
"Wir werden weiter Druck auf Entscheidungsträger und die Bayerische Staatsregierung ausüben in der Hoffnung, so viele Arbeitsplätze wie möglich an den beiden Standorten Selb und Speichersdorf zu erhalten, versprachen die beiden Abgeordneten.
Bayreuth, den 18.04.2007







