Ausbaustrecke Nürnberg – Bayreuth – Hof kommt für Elektrifizierungsprogramm des Bundes in Betracht

06.11.2018 | Obwohl die Schienenausbaustrecke Nürnberg – Bayreuth – Hof aufgrund fehlender Projektdefinition und Wirtschaftlichkeits-berechnung nicht im vordringlichen sondern nur im potentiellen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans gelistet ist, besteht nun doch Hoffnung, dass sich hier etwas tun könnte. Dies ergab eine Präsentation im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin.

„Der Ende 2016 in Kraft getretene Bundesverkehrswegeplan enthält auch 44 Projekte in der Kategorie Potenzieller Bedarf. Diese Projekte steigen in den Vordringlichen Bedarf auf, sobald die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Obwohl die Ausbaustrecke Nürnberg – Bayreuth – Hof nach aktuellem Stadt der Untersuchungen noch nicht alle Voraussetzungen für den Vordringlichen Bedarf erfüllt, ist jetzt aber eine Umsetzung im Kontext des neuen Elektrifizierungs-programms des Bundes nach Aussage des Verkehrsministeriums überprüfungswürdig. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erläutert die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Anette Kramme (SPD).

Bei Gesamtkosten in Höhe von 371 Millionen Euro und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 248 Millionen Euro erscheine die Strecke gut geeignet für eine Teilelektrifizierung mit Batterie-Hybridfahrzeugen. Eine Förderung sei daher möglich, heißt es in dem Dokument des Verkehrsministeriums. „Jetzt gilt es, aus dieser vagen Andeutung Nägel mit Köpfen zu machen. Wir müssen nun wieder alle Kräfte bündeln und uns gemeinsam stark machen, um dieses für die Region immens wichtige Schienenprojekt aufs Gleis zu bekommen“, so Kramme.

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