Anette Kramme informiert sich beim Gemeindebesuch in Weidenberg über die Zukunft des Gemeindezentrums Neunkirchen
Die Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjustizministerium, Anette Kramme (SPD), besuchte im Rahmen eines Gemeindebesuchs den Markt Weidenberg. Empfangen wurde sie vom neu gewählten Bürgermeister Matthias Böhner, Bauamtsleiter Stefan Lauterbach und Verwaltungsleiter Klaus Bauer. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Entwicklung des 1982 fertiggestellten Gemeindezentrums (GMZ) Neunkirchen am Main – ein zentraler Ort des dörflichen Lebens, das aber in die Jahre gekommen ist. Insbesondere die energetische Sanierung des Gebäudes sowie die Ertüchtigung der Turnhalle stehen dringend an.
Hauptnutzer sind die angrenzende Kindertageseinrichtung sowie der Sportverein Neunkirchen. Von Tischtennis über Sport und Spiel für Kinder, Damengymnastik bis hin zu Poweryoga werden die unterschiedlichsten Sportarten dort praktiziert und von Kleinkindern bis zu Senioren alle Zielgruppen angesprochen. Neben der Mehrzweckhalle beherbergt das GMZ auch eine Gaststätte mit Biergarten, einen Schießstand sowie eine Kegelbahn und dient als Vereinsheim, Veranstaltungsort und Sportstätte zugleich. In den vergangenen Monaten wurden die in die Kritik geratenen Sanitäranlagen komplett erneuert – inklusive eines neuen barrierefreien WCs –, die neuen Duschen sind fast fertiggestellt, und auch der Außenbereich wurde mit neuen Spielgeräten und einem Fangzaun am Bolzplatz aufgewertet. Rund 250.000 Euro wurden dafür investiert. Bürgermeister Böhner verwies zudem darauf, dass bereits rund zwei Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung der benachbarten Kindertagesstätte geflossen seien.
Rund 27 Stunden pro Woche ist die Mehrzweckhalle allein durch Volkshochschule, Sportverein, Landjugend und weitere Nutzergruppen gebucht – hinzu kommen Veranstaltungen wie Kinderfasching oder Bürgerversammlungen. Gleichzeitig ist die Bausubstanz der Halle in die Jahre gekommen. Der Marktgemeinderat hat daher beschlossen, ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen, für die im Haushalt 2026 bereits 20.000 Euro eingeplant sind. Die Studie soll klären, ob eine Sanierung oder ein Abriss mit Neubau die bessere Lösung ist, und zugleich die Position der Gemeinde bei künftigen Förderanträgen, zum Beispiel beim Sportstättenprogramm des Bundes, stärken.
„Das Gemeindezentrum Neunkirchen zeigt beispielhaft, wie wichtig funktionierende Infrastruktur für das Leben auf dem Land ist. Hier treffen sich Vereine, hier lernen Kinder Sport, hier feiert die ganze Dorfgemeinschaft. Dass die Marktgemeinde Weidenberg jetzt Schritt für Schritt investiert und mit einer Machbarkeitsstudie eine solide Entscheidungsgrundlage schafft, ist genau der richtige Weg“, so Anette Kramme. Die Staatssekretärin sagte Unterstützung bei den Förderanträgen zu.
„Wir wollen unser Gemeindezentrum Stück für Stück erneuern – die neuen Toiletten und Duschen sind dabei erst der Anfang. Mit rund 27 Stunden Belegung pro Woche und zahlreichen Veranstaltungen ist hier richtig Betrieb, das zeigt, wie sehr die Menschen in Neunkirchen dieses Haus brauchen. Grundtenor im Gemeinderat ist, das Gemeindezentrum nachhaltig zu erhalten – dazu gehört für uns auch, energetische Sanierung von Anfang an mitzudenken“, ergänzte Bürgermeister Matthias Böhner.