Seit 2021 berät der Krisendienst Betroffene und Angehörige telefonisch – rund um die Uhr, ganzjährig, kostenlos, in über 120 Sprachen und in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Tobias Hoffmann erläuterte, dass sich monatlich durchschnittlich zwischen 600 und 800 Menschen an die Leitstelle wenden.

„Jeder, der sich in einer Krise befindet, kann bei uns anrufen“, sagte Hoffmann. Die Gründe für die Kontaktaufnahme seien vielfältig. Dazu zählten unter anderem Depressionen, der Verlust des Arbeitsplatzes oder familiäre Probleme. In der Mehrzahl der Fälle sei die telefonische Beratung durch die Mitarbeitenden ausreichend. Denn oft genüge es, so Hoffmann, wenn jemand am Telefon zuhöre und beim Klären der Situation unterstütz“. Sollte aber weiterführende Hilfe notwendig sein, könnten die Krisendienste passende Angebote empfehlen oder vermitteln.

Die Beschäftigten der Leitstelle arbeiten im Schichtbetrieb und sind jederzeit erreichbar. Bei Bedarf kann der Krisendienst zudem mobile Einsatzteams entsenden. Diese Fachkräfte besuchen Anruferinnen und Anrufer kurzfristig vor Ort und leisten direkte Unterstützung. Dazu kooperiert der Krisendienst mit wohnortnahen Angeboten des psychiatrischen Hilfesystems.

Für Anette Kramme ist das Angebot eine wichtige Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenssituationen: „Der Krisendienst leistet einen wertvollen Beitrag dazu, Betroffene schnell und unbürokratisch zu unterstützen und ihnen in akuten Krisen zur Seite zu stehen.“
Der Krisendienst Oberfranken ist rund um die Uhr und kostenlos unter der Telefonnummer 0800 / 655 3000 erreichbar.