Im Mittelpunkt des Besuchs stand zunächst das Freibad, dessen Sanierungsbedarf groß ist. Für solche Vorhaben stellt der Bund im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ Fördermittel bereit, damit auch Hallen- und Freibäder umfassend baulich saniert und modernisiert werden können.

Anette Kramme betonte, dass sie sich dafür einsetzen werde, dass Hollfeld bei der Finanzierung des Vorhabens berücksichtigt wird. „Das Freibad ist für Hollfeld ein wichtiger Ort für Freizeit, Begegnung und Bewegung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Stadt für die notwendige Sanierung eine starke Perspektive bekommt.

Bürgermeister Hartmut Stern machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung von Bund und Land für die Stadt ist. „Wir stehen in Hollfeld vor Aufgaben, die wir aus eigener Kraft nicht schultern können. Für die Sanierung unseres Freibads und die Aufwertung der Langgasse brauchen wir verlässliche Fördermittel wie etwa für das „Grüne Zimmer“ aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, damit diese Projekte für die Stadtentwicklung gelingen.

Die Langgasse wurde im Rahmen eines freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs bereits als „Kristallisationspunkt“ für die Innenstadtentwicklung betrachtet. Die Stadt Hollfeld hatte dafür im Frühjahr 2025 einen Wettbewerb ausgelobt, der die Neugestaltung von Flächen rund um den Bereich Schönsteiner Haus, Rödelshaus und Severinhaus in den Blick nimmt.

Auch für die Aufwertung der Hollfelder Innenstadt gibt es bereits positive Erfahrungen mit Bundesförderung: Im Rahmen der Städtebauförderung erhielt Hollfeld 2024 laut Anette Kramme bereits Mittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“.

Kramme unterstrich, dass Förderprogramme ein zentraler Hebel für die kommunale Entwicklung seien. „Hollfeld zeigt, wie wichtig gezielte Förderpolitik für den ländlichen Raum ist. Wo Kommunen gute Ideen haben, muss der Bund verlässlicher Partner sein.

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurde für den aktuellen Projektaufruf mit 333 Millionen Euro ausgestattet; förderfähig sind unter anderem öffentlich zugängliche Sportstätten sowie Hallen- und Freibäder. Für die Langgasse ist die Stadtentwicklung bereits konkret angestoßen: Der Wettbewerb zielt auf eine neue städtebauliche und freiräumliche Qualität in der Hollfelder Innenstadt.