Gemeinsam mit Anstaltsleiterin Maria Anna Kerscher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA informierte sie sich über die Geschichte der traditionsreichen Anstalt, deren Ursprünge bis in die Zeit der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth im 18. Jahrhundert zurückreichen.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Reform der Ersatzfreiheitsstrafe. Seit dem 1. Februar 2024 gilt ein neuer Umrechnungsmaßstab, mit dem die Dauer der Ersatzfreiheitsstrafe reduziert wurde. Die Gesprächsteilnehmer bestätigten, dass sich die gesetzliche Neuregelung in der Praxis bereits positiv auswirkt.

Weitere Themen waren die Arbeit der Sozialtherapeutischen Abteilung zur Behandlung von Sexual- und Gewaltstraftätern sowie die vielfältigen Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Gefangene als wichtiger Baustein einer erfolgreichen Resozialisierung. Im Anschluss besichtigte Anette Kramme die Justizvollzugsanstalt und informierte sich über die verschiedenen Bereiche des Vollzugs.

Anschließend besuchte die Staatssekretärin die Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Dort tauschte sie sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die getrennten Behandlungsbereiche des allgemeinen psychiatrischen Maßregelvollzugs nach § 63 StGB sowie der Maßregelbehandlung suchtkranker Straftäter nach § 64 StGB aus. Für die fachlich und menschlich besonders anspruchsvolle Arbeit der Beschäftigten brachte Anette Kramme großen Respekt und Anerkennung zum Ausdruck.