„Das ist eine gute Nachricht für das Fichtelgebirge und für unsere gesamte Region. Die Frage nach einem möglichen Atommüllendlager hat viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Dass das Fichtelgebirge nach dem aktuellen Stand nicht weiter in Betracht kommt, sorgt deshalb für große Erleichterung“, erklärt Kramme.

Nach den aktuellen Ergebnissen konzentriert sich die BGE auf Gebiete, die im Vergleich die besseren Voraussetzungen für eine sichere Endlagerung erwarten lassen. Das bislang untersuchte Gebiet im Fichtelgebirge gehört nicht zu dieser engeren Auswahl.
„Bei der Endlagersuche muss die Sicherheit den Ausschlag geben. Entscheidend sind nachvollziehbare wissenschaftliche Kriterien – nicht politische Vorfestlegungen. Für uns vor Ort ist die zentrale Botschaft heute: Das Fichtelgebirge wird bei der weiteren Suche nicht mehr berücksichtigt“, so Kramme.

Zugleich weist die Abgeordnete darauf hin, dass die Veröffentlichung einen Arbeitsstand und noch keine rechtsverbindliche Festlegung darstellt. Die BGE will Ende 2027 ihren Vorschlag für die anschließend näher zu erkundenden Standortregionen vorlegen. Nach der Prüfung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung und den weiteren Verfahrensschritten entscheidet der Bundestag über diese Regionen.

„Die Menschen haben Anspruch auf klare und verlässliche Informationen. Deshalb müssen wir beides deutlich sagen: Das Fichtelgebirge ist nach heutigem Stand aus der weiteren Betrachtung heraus. Die formelle Festlegung der Standortregionen steht aber noch aus. Ich werde das Verfahren weiterhin aufmerksam begleiten“, betont Kramme.

Die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle bleibe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Die Erleichterung in unserer Region verbindet sich für mich mit der Verantwortung, die Suche nach dem sichersten Standort in Deutschland sachlich, transparent und wissenschaftsbasiert fortzuführen“, erklärt Kramme abschließend.